Beschreibung der Quitte

Die Quitte bildet 3-6m hohe und ebenso breite Gehölze mit strauch- oder bauchförmigem Wuchs und kann bis zu 50 Jahre alt werden.

Die Jungtriebe sind dicht filzig behaart und die Zweige verkahlen mit zunehmendem Alter. Die ganzrandigen Blätter werden bis zu 10 cm lang und 7,5 cm breit, sind länglich eiförmig mit rundlich- herzförmiger Basis. Junge Blätter zeigen beiderseits dichte weißwollige Behaarung, vollausgebildete Blätter sind oberseits kahl und unterseits wollig behaart. Der bis zu 2 cm lange Blattstiel ist teilweise mit Nebenblättern von 6-12 mm Länge und 4-6 mm Breite versehen.

Die duftende Blüte hat bis zu 7 cm Durchmesser und wird aus fünf weiß oder rosa gefärbten Blütenblättern gebildet.

Wenn die Temperaturen unter –25°C sinken, gibt es Schäden an den Fruchtknospen. Die Quitte ist demnach winterfrostgefährdet. Sonnige Standorte fördern eine optimale Holzreife und vermindern dadurch die Frostanfälligkeit.

Blatt- und Blütenknospen sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. Anders als bei anderen Obstgehölzen werden die Blütenknospen erst im Herbst differenziert. Während der Wintermonate schreitet die Blütenknospendifferenzierung bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt fort. Wegen ihrer späten Blüte (Mai/Juni) ist die Quitte auch für Spätfrostlagen geeignet. Der Baum ist selbst fruchtbar und wird hauptsächlich von Bienen bestäubt. Die einzelstehenden, großen Blüten haben wie die Früchte einen hohen Zierwert.

Die gelbe, duftende, behaarte, vielsamige Frucht weist bei der Wildform einen Durchmesser von 3 cm bis 5 cm auf, kultivierte Sorten können deutlich größere Früchte bilden. Sie gehört zu den letzten Früchten im Saisonkalender und wird im Spätherbst, also normalerweise im Oktober bis hinein in den November, geerntet.

Das Fruchtfleisch besitzt zahlreiche Steinzellen. Der angenehme Duft beruht aus einem Gemisch von mindestens 80 Duftstoffen, vor allem von Estern. Die bekannte goldgelbe Färbung der Früchte, das sogenannt „quittegelb“ geht hauptsächlich auf das Flavon Quercetin zurück. Die Ausbreitung der Früchte erfolgt bevorzugt durch den Siebenschläfer.