Ursprünglich war die Quitte im Iran, in Armenien und im Kaukasus beheimatet. Ihren botanischen Namen "Cydonia" verdankt sie der antiken Stadt Kydonia auf Kreta, dem heutigen Chania, wo sie erstmals als Feldobst von Bauern angebaut wurde. Goldapfel nannten die alten Griechen diese herrliche Frucht. Wahrscheinlich war sie auch die paradiesische Frucht, die Herakles stahl. Die "kydarischen" Äpfel waren in Griechenland als Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit hoch geschätzt. Brautleute aßen vor der Hochzeitsnacht gemeinsam eine dieser Früchte der Liebesgöttin Aphrodite. Neben ihrem süßlichen weist die Quitte gleichzeitig einen herb bitteren Geschmack auf. Dies wurde in der Antike als Vorgeschmack für die Freuden als auch die möglichen Schattenseiten einer Ehe interpretiert.
Noch im 8. Jhdt. n. Chr. am Hofe Kaiser Karls des Großen wurde diese Tradition gepflegt.
Im alten Rom waren die gelben Früchte als Gabe an die Nachtgöttin in Herrenzimmern zu finden. Ihr starker Duft sollte die Angebetete betören. Man war nicht nur von den Früchten begeistert, sondern fing bereits ihren verführerischen Duft in Form von Parfüms ein.

 

Geschichte der Quitte